Auf Tuchfühlung mit Fischotter und Polarfuchs

Vergangenes Wochenende (naja, irgendwann im Sommer, ich habe wieder mal viel zu lang für diesen Beitrag gebraucht) hatte meine bessere Hälfte ein „Rendezvous mit ihrem Lieblingstier“, in ihrem Fall dem Fischotter. Im Wildpark Lüneburger Heide konnten wir für eine Stunde ein wenig hinter die Kulissen schauen und viel Interessantes über diese Tiere lernen.

Im Freigehege ist der einzige Fehler, den man machen kann, eine Packung Futter mit hinein zu nehmen.

Trotz Ferien und Jahrhundertsommer war der Park nicht übermäßig voll. Wir waren rechtzeitig da und hatten noch ein wenig Zeit totzuschlagen. Wir gingen zunächst ins Reptilienhaus und zum Streichelgehege. Dort sahen wir ungewöhnlich viele Fotografen. Schon am Eingang war mir ein kleiner Stand eines Kameraherstellers aufgefallen. Wimpel mit dessen Logo befanden sich vereinzelt auf den Wegen über den Park verteilt. Scheinbar  eine kleine Werbeaktion inkl. Fototour von einem lokalen Fotohändler.

Der Termin um 13 Uhr rückte näher und wir wurden von einer Mitarbeiterin am vereinbarten Treffpunkt abgeholt. Wer hat nicht schon immer mal davon geträumt die Wege der Tierpfleger nutzen zu dürfen?  Kaum angekommen wurden wir (naja, eigentlich die Mitarbeiterin) freudig begrüßt. Fischotter „Bianca“ drehte bereits ihre Runden durch das Areal. Nach ausführlichen Informationen und Vorstellung der anderen beiden Otter(innen) durften wir dann so richtig auf Tuchfühlung gehen. Nur noch ein Gitter trennte uns und die Tiere. Die hatten die besondere Gelegenheit natürlich schon längst bemerkt und standen für ein paar Fische parat. Handschuhe, so wurde uns gesagt, sind hier übrigens Pflicht, sonst riechen die Hände ewig nach Fisch. ;)

Sie sehen aber auch wirklich putzig aus diese Tiere.

Zusatztermin

Da der Termin mit einer Stunde doch sehr großzügig ausgelegt ist, blieb noch Zeit für eine Erweiterung. Die Mitarbeiterin kümmert sich auch um die Polarfüchse. Wir staunten nicht schlecht als wir direkt zu den Tieren ins Gehege und sie sogar aus der Hand füttern durften. Ganz besonders vor dem Hintergrund dass wir vor einigen Monaten die Tiere in freier Wildbahn auf Island gesehen hatten, war das ein tolles Erlebnis.

Das weiße Fell haben die Polarfüchse nur im Winter. Im Hintergrund sieht man noch die viel längeren weißen Haare.

Wer also ein Geschenk oder eine Überraschung für einen Tierfreund sucht, dem sei so ein „Rendezvous mit dem Lieblingstier“ ans Herz gelegt. Wir hatten auch im Anschluss auf jeden Fall noch einen tollen Tag im „normalen“ Wildpark. Zum Schluss eine kleine Schätzfrage: Was glaubt ihr wie viele Haare Fischotter auf einem Quadratzentimeter Haut haben?

Heuschrecke mit Lippenstift? Nein, eine Peruanische Pfefferschrecke und die ist erst 2004 entdeckt worden.

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