Am Nachthimmel: Der Orionnebel (NGC 1976)

Ein netter Aspekt beim Leben auf dem Land ist, dass man in klaren Nächten die Sterne wunderbar betrachten kann. In oder bei großen Städten sorgt die Lichtverschmutzung leider für schlechte Sichtverhältnisse. Hamburg ist zwar quasi um die Ecke, aber laut der Lichtverschmutzungskarte haben wir hier auf dem Feld nebenan schon sehr gute Möglichkeiten.

Keine spezielle Ausrüstung

Hobbyastronomen haben sicherlich zu jeder Jahreszeit ihre Objekte die sie beobachten und fotografieren. Passend dazu dann die Ausrüstung: Teleskope, Nachführungen oder gar modifizierte Kameras. Generell finde ich das Thema sehr interessant, aber nicht so sehr, dass ich mir gleich neue Ausrüstung dafür anschaffen würde. Das gezeigte Bild ist mit einer Canon 5D Mark II mit 135mm f/2 Objektiv entstanden.

Wetter ist Glückssache

Als wir vor zwei Wochen samstags gegen 23 Uhr nach Hause kamen, war der Himmel wieder einmal fast sternenklar. Ich habe mich für eine Stunde auf den Balkon gestellt (ja, ganz faul) und habe das wiederholt, was ich vor einem Jahr schon einmal gemacht habe.* Mit einem 135mm Objektiv habe ich 100 Aufnahmen vom Orionnebel gemacht. Eine Belichtungszeit von 2-2,5 Sekunden bei ISO 6400 lässt ihn schon auf einem Foto erscheinen. 100 Bilder plus ein paar weitere, die für die nachträgliche Rauschreduzierung mit verschlossenem Objektiv gemacht werden, sorgen dann für das gezeigte Ergebnis. Ich habe Adobe Lightroom und den DeepSkyStacker (DSS) für die Bearbeitung benutzt.

Der Orionnebel vom 25.11.2017

Orionnebel
Mittig ist der Orionnebel zu sehen, schwach in der oberen linken Ecke der Flammen- und darunter der Pferdekopfnebel

*Vor über einem Jahr fuhr ich mit einem Freund raus aufs Feld. Ich habe dort 400 Bilder gemacht, diese dann aber nach der Bearbeitung weggeschmissen. Leider war ich damals mit der Bearbeitung noch nicht so gut vertraut und somit war das Ergebnis auch eher enttäuschend.