Wofür mache ich Fotos und wo zeige ich sie?

Fotos fürs Ego

Nach dem Urlaub warten hunderte, wenn nicht vielleicht sogar tausende Fotos auf der Speicherkarte. Mit dem Handy bzw. Smartphone geschossene Fotos finden häufig einen schnelleren Weg in die sozialen Netzwerke oder Galerien. Neuere Kameras bieten ebenfalls die Möglichkeit die Fotos per WLAN auf das mobile Endgerät zu übertragen und anschließend zu publizieren. Mir stellen sich dabei primär zwei Fragen. Erstens ob ich am kleinen Bildschirm zwischendurch eine mir persönlich genügende Kontrolle des Bildes durchführen kann und zweitens, ob ich das Bild so auf dem geplanten Wege veröffentlichen möchte. Eine ausführliche Bearbeitung bleibt auf dem mobilen Weg ersteinmal außen vor. Sie findet zwar statt, aber meist nur basierend auf Filtern und lang nicht so differenziert wie am heimischen PC. Für eine „mobile Veröffentlichung“ spricht, dass ich die Fotos schnell zeigen kann. Eine schnelle Veröffentlichung ist für mich aber eigentlich gar nicht wichtig, vielmehr für mein Ego. Ein „Like“ oder ein lobender Kommentar unter einem Foto streicheln die Seele jedes Fotografen. Daher möchte ich mit diesem Artikel (auch für mich) die Frage aufwerfen wann ich welche Fotos wo zeige. Denn grundsätzlich finde ich, dass Fotos dazu da sind um angesehen zu werden.

Wind und Wellen
Am Ankunftstag auf Mallorca hatten wir Sturm. Der Junge Mann versuchte das Treiben zu fotografieren und seine Füße gleichzeitig trocken zu halten.

Umwege und Ungeduld

Himmelstor

Meine neuste Errungenschaft bietet genau die eben beschriebene Möglichkeit des direkten Uploads der Fotos auf das Smartphone. Von dort steht der Weg in die Weiten des Internets offen. Wann ich aber welches Foto wo zeige, unterliegt quasi immer meiner aktuellen Laune und den Umständen. Da gibt es mehr als eine Entscheidung zu treffen, einerseits möchte ich diesen Blog mit Leben füllen, andererseits bietet mir bspw. Facebook die Möglichkeit Freunde, Verwandte und Fans direkt und schnell zu erreichen. Zudem ist ein „Like“ unter einem Foto bei Facebook schneller und einfacher als ein „aufwändiger“ Kommentar unter einem Blogartikel. Gegen Facebook spricht, dass Beiträge dort sehr schnell in der Versenkung verschwinden. Ein Blogartikel wie dieser nimmt außerdem einige Zeit in Anspruch, die man sich nehmen muss. Ich könnte nun die erst im Herbst letzten Jahres veröffentlichten Artikel mit Fotos aus dem Herbsturlaub des vorletzten(!) Jahres auf mein Studium schieben, aber das wäre gelogen. Ich hätte mir die Zeit auch früher nehmen können, hätte ich nicht andere Dinge getan. Zum Thema Facebook mache ich mir nochmal separat Gedanken und werde diese zeitnah (ja, versprochen!) in einem Artikel behandeln.

Zeugs auf der Straße
Eine der ersten Testaufnahmen mit der neuen Kamera.

Eine Idee

Beim Schreiben dieses Artikels kam mir die Idee eines klassischen Dia- bzw. Fotoabends. In meinem Freundeskreis sieht man alle Fotos nur noch über die sozialen Netzwerke, mal abgesehen vom auf dem Smartphone herumgereichten Foto. Ein direkter Austausch findet so gar nicht mehr statt, wäre aber mit einer direkt zum Bild erzählten Geschichte bestimmt sehr interessant. Nach meiner USA Reise vor einigen Jahren habe ich einen solchen Abend veranstaltet, zugegeben, irgendwann ist mein „Publikum“ fast eingeschlafen, da die Diashow mit mehr als 1000 Fotos einige Stunden dauerte. Grundsätzlich bin ich aber immer gewillt meine Fotos zu zeigen, natürlich unter dem Aspekt, dass viele Leute sie betrachten. Jaja, das Ego…

Baumblüten
In der Lüneburger Heide habe ich den Blick gen Himmel gerichtet und mir schauten die Blüten entgegen.