How to: Mondfotografie

Wie im Meilenstein „Und wofür war der noch?“ angemerkt, hier jetzt das kleine „How to“ zum Thema Mondfotografie.

Was brauchen wir? Meine Empfehlung:

  • Kamera + idealerweise ein Teleobjektiv
  • standfestes Stativ
  • (Kabel-) Fernauslöser
  • einen sichtbaren Mond

Warum und wofür?

  • Kamera? Logisch.
  • Das Teleobjektiv um den Mond in halbwegs annehmbarer Größe auf den Sensor zu bannen.
  • Mit einer ruhigen Hand ist es auch möglich, gute Bilder aus der Hand zu machen. Da die Vorraussetzungen hier aber bei jedem unterschiedlich sind, empfehle ich hier ein Stativ.
  • Der Fernauslöser komplettiert die Ausstattung und verhindert die Verwacklung durch’s Anfassen der Kamera. Ist nicht zwingend erforderlich, aber wenn vorhanden, kann er auch benutzt werden.

Standort und Aufbau

Ich glaube dazu gibt es nicht viel zu sagen. Wir suchen uns einen Standort an dem möglichst wenig Streulicht und Umgebungslicht vorhanden ist. Ein kleiner Feldweg oder der dunkle Garten reichen bereits aus, es sollte nur keine Straßenlaterne zwei Meter neben uns stehen. Dann Objektiv auf Kamera, das auf’s Stativ und daran den Fernauslöser, wenn vorhanden. Wie gesagt, zur Not tut’s auch eine ruhige Hand.

Situation

Mond während der NachtMit Situation meine ich die verschiedenen Mondphasen. Als da wären der Vollmond, Halbmond und der Neumond, welcher aber denkbar ungeeignet ist. ;-) Am interessanten finde ich den Halbmond, da man bei entsprechender Abbildungsgröße schön die Übergänge vom Licht- in den Schattenbereich sieht. Insbesondere die Krater kommen dann gut zum Vorschein. Zum Üben oder wenn man nicht bis zur entsprechenden Phase warten möchte, eignet sich aber auch der Vollmond sehr gut.

Einstellung

  1. Kommen wir zum essentiellen Bestandteil, den Einstellungen an der Kamera. Ich würde hier vorschlagen die Verschlusszeitautomatik (bei Canon „AV“ genannt) oder den manuellen Modus (M) zu benutzen. Benutzen wir ein Stativ mit Fernauslöser, schalten wir nun, wenn vorhanden, die Spiegelvorauslösung an. Dies hat zum Ziel, eine evtl. mögliche Verwacklung durch den Spiegelschlag zu vermeiden, zudem wird eine Verwacklung durch die Berührung der Kamera ausgeschlossen.
  2. Ist nur ein Stativ, aber kein Fernauslöser vorhanden, kann man zumindest die Verwacklung durch die eigenen Hände mit der 2 sekündigen Auslöseverzögerung vermeiden. Die Spiegelvorauslösung muss hier nicht aktiviert werden.
  3. Da bei handelsüblichen Hobbyfotografen, wie z.B. mir, kein Teleobjektiv jenseits der 2000mm im Schrank steht, kommt nun die meiner Ansicht nach wichtigste Option zum Einsatz. Nämlich die Belichtungsmessung, diese sollte auf Spotmessung eingestellt sein. Dabei misst die Kamera nur den mittleren Punkt und rechnet für diesen die korrekte Belichtung aus. Bei einer automatischen, also meist flächendeckenden Messung würde die Kamera einen kleinen weißen Punkt gegen einen großen schwarzen Himmel stellen und einen Mittelwert aus beiden errechnen. Der Mond wäre nur weiß, ohne Struktur. Da wir aber gern‘ die Mondoberfläche inkl. der Krater auf dem Bild hätten, nehmen wir die Spotmessung.
  4. Da der Mond doch relativ hell angestrahlt wird, ist es möglich diesen bei einer großen Blendenöffnung (z.B. f/2.8 – f/4) auch aus der Hand verwacklungsfrei zu fotografieren. Dabei sollte man natürlich immer ein Auge auf die Faustregel „1/Brennweite“ haben. Eine Blendeneinstellung von f/8 oder gar f/11 in Verbindung mit einem niedrigen ISO-Wert erhöht die Schärfe und Qualität.  Diese Werte sind allerdings oft nur per Stativ zu erreichen.

Das sollte es schon soweit gewesen sein. Ich hoffe einen kleinen Einstieg in die Mondfotografie so einfach wie möglich gegeben zu haben und würde mich freuen, wenn ihr  Kritik, Anmerkungen und Verbesserungen bitte per Kommentar oder Mail hier oder auf Facebook an mich richtet.

5 thoughts on “How to: Mondfotografie

    1. Hallo, danke für den Hinweis. Unter IE7 habe ich nie getestet. In Firefox, Safari und IE8,9 sieht es so aus wie es soll. Wenn die Möglichkeit besteht, vielleicht ein Update machen.

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